„Petite Messe solennelle“ – alles andere als „klein“. Ein Konzertrückblick.

Messe mit grossem Spannungsbogen

Fast auf den Tag genau nach über einem Jahr wechselvoller Zeit stand unser Chorleiter, Gaudenz Tscharner mit zurückgewonnener Kraft wieder selber am Dirigentenpult unseres Jahreskonzerts und gab den Auftakt zu einem der wohl bedeutendsten Spätwerke des Opernkomponisten Gioachino Rossini.
Darauf folgte ein abendfüllender Gang durch eine meisterhafte Palette von Musikstilen, zuweilen zart und leise, dann aber auch opernartig dramatisch im spannenden Austausch zwischen Arien und Chorpartien.
Und dies alles verbunden durch das grossartige musikalische Fundament des Harmoniumspielers Stefan Müller und des Pianisten Risch Biert, der am Flügel auf äusserst eindrückliche und differenzierte Weise den Gesamtbogen durch die Messe spannte.

Gute Zusammenarbeit der Mitwirkenden

Nach dem letztjährigen Erfolg durften wir erneut auf die Mitwirkung unserer jungen Solistinnen und Solisten Cassandre Stornetta (Alt) , Deborah Bernet (Sopran), Martin Roth (Bass) und neu Zacharie Fogal (Tenor) zählen. Es gelang ihnen, ihre Solopartien und Arien mit grosser Ausstrahlung den Zuhörenden vorzutragen – zuweilen leider unter kurzer Unterbrechung des gesamten Spannungsbogens durch Zwischenapplaus einer allzu begeisterten Zuhörerschaft.

Als Gesamtleiter hat Gaudenz Tscharner in seiner vorangegangenen, längeren Probearbeit mit dem Chor und in den Sonderproben mit den weiteren Mitwirkenden die solide Grundlage zum Gelingen des Abends gelegt. Dadurch entstand eine Präsenz und Eindringlichkeit, welche die zahlreich erschienenen Zuhörenden offensichtlich spürten und endlich mit dem Verklingen der letzten Töne mit lang anhaltendem Applaus (an der musikalisch richtigen Stelle) belohnten.

Gelungener Ausklang

Beim traditionellen Apéro im Kirchgemeindesaal liessen sich die Eindrücke des soeben verklungenen Konzerts zwischen Mitwirkenden und Zuhörenden bestens austauschen. Der Chor hat ein weiteres Mal auch seine Fähigkeit als Gastgeber für die zahlreichen Gäste gezeigt mit den vielen feinen Gaben auf den schön hergerichteten Tischen und dem professionellen Ausschank der Getränke durch Schödler Weingut, Villigen.
Danke an alle mithelfenden Händen, welche auch diesen Teil des Programms wiederum möglich machten sowohl in der Vorbereitung und als auch beim Aufräumen.

Wir haben die Gunst des Moments genutzt und bereits unser nächstes Konzert vom 23.11.2019 angekündigt: Von Johannes Brahms „Ein Deutsches Requiem“. Die Probearbeiten beginnen unverzüglich nach unserer GV am 12.03.2019, und wir hoffen, möglichst viele zusätzliche Singbegeisterte für die Teilnahme zu gewinnen.
Interessiert? Hier sind die Infos.

Stefan Baumann
Präsident